Fahrzeuge der FF Hedelfingen

2016: Positive Jahresbilanz

Feuerwehr Hedelfingen: Positive Jahresbilanz


94 Einsätze im Jahr 2016 - Rund 2.500 Stunden im Dienst der Bürger - Nachwuchswerbung bleibt zentrales Thema



HEDELFINGEN. Die Freiwillige Feuerwehr Hedelfingen zieht eine positive Bilanz des Jahres 2016. „94 Einsätze bedeuten für unsere Abteilung einen normalen Wert auf hohem Niveau“, stellte Kommandant Hans Eisele in seinem Jahresbericht anlässlich der Hauptversammlung der Hedelfinger Wehr fest. „Rund 2.500 Stunden gemeinnützige und ehrenamtliche Arbeit haben wir für die Hedelfinger Bürger im letzten Jahr geleistet, davon allein 1.330 Stunden Einsatzdienst und über 1.000 Stunden bei Veranstaltungen im Stadtbezirk.“ Interessiert vernahmen auch die zahlreichen politischen Gäste aus dem Gemeinde- und dem Bezirksbeirat diese Ausführungen.

Der Abwärtstrend bei den Mitgliederzahlen, der bei den meisten Freiwilligen Feuerwehren zu beobachten ist, trifft nun allerdings auch die Hedelfinger Wehr. „Im Einsatzdienst können wir auf 52 aktive Mitgliedern – darunter zwei Frauen – zurückgreifen“, führte Eisele aus. „Das ist nach über 60 Aktiven noch vor einem Jahr ein schmerzlicher Verlust. Hier machen sich altersbedingte Übertritte in die Altersgruppe ebenso bemerkbar wie der Wegzug jüngerer Kameraden, die berufsbedingt den Wohnort wechseln oder in Hedelfingen keine geeigneten Immobilien finden“ Damit gehöre man zwar auch personell weiterhin zur Spitzengruppe unter den Stuttgarter Floriansjüngern. Dennoch müsse man angesichts der Entwicklung weiter alle Anstrengungen unternehmen, um neue Mitglieder zu gewinnen. Eisele: „Es bleibt schwierig, engagierte Menschen für das Ehrenamt des Feuerwehrdienstes zu gewinnen.“ Umso wichtiger sei deshalb neben eigenen Anstrengungen auch die Unterstützung durch Stadt, Branddirektion und Feuerwehrverbände, forderte der Kommandant. „In anderen Städten gibt es gute Beispiele wie Werbung auf Bussen und Bahnen – warum nicht auch in Stuttgart?“

Zufrieden zeigte sich Eisele mit dem Einsatzgeschehen. Insgesamt rückten die Wehrleute 94-mal aus. Die Einsätze unterteilten sich in zehn technische Hilfeleistungen bei Gasausströmungen, Verkehrs- und Gefahrgutunfällen, eine medizinische Erstversorgung, sechs Brandmeldereinsätze, 34 Brandeinsätze und ausgelöste private Rauchmelder sowie 43 Einsätze mit dem Messfahrzeug, mit welchem die Hedelfinger bei größeren Einsätzen ins gesamte Stadtgebiet ausrücken, um die Berufsfeuerwehr und andere Freiwillige Feuerwehren in den Bereichen Atemschutz und Schadstoffmessung bei Bränden und Chemieunfällen zu unterstützen. Herausragend waren ein Küchenbrand in der Fruchtstraße, ein Brand in einer Praxis in Obertürkheim und eine anschließende Reanimation, ein Zimmerbrand Am Bergwald mit dem Stichwort „Menschenleben in Gefahr“, ein Dachstuhlbrand in Münster, ein Brand in einem Entsorgungsbetrieb im Hafen, bei dem ein Feuerwehrmann leicht verletzt wurde sowie mehrere Gasausströmungen.

26 Übungen des Löschzuges wurden 2016 abgehalten, davon zwei Samstagsübungen, zwei Übungen in der Atemschutzstrecke der Branddirektion, drei Strahlenspürtruppübungen, eine gemeinsame Übung mit der Jugendfeuerwehr, vier Gemeinschaftsübungen mit den Nachbarwehren aus Rohracker und Wangen sowie Uhlbach und der Abteilung Logistik. Dazu kamen zwei Schulungen für Führungskräfte. Die Übung mit den Kollegen aus Wangen führte in eine Autowerkstatt in der Kesselstraße, die mit den Uhlbachern hatte den Schwerpunkt Wasserversorgung über lange Wegstrecken im Rahmen einer Waldbrandübung. Zufrieden zeigte sich Eisele mit der guten Zusammenarbeit mit den Kollegen der Berufsfeuerwehr. „Der Ausbildungsstau der letzten Jahre konnte weitgehend abgebaut werden“, so der Kommandant.

Zahlreiche sonstige Veranstaltungen und Ereignisse begleiteten das Jahr 2016 - darunter die Hedelfinger Kirbe samt Kelterfest, der Weinwanderweg und der verkaufsoffene Sonntag. Die maßgebliche Mitwirkung an diesen lokalen Veranstaltungen ist für die Feuerwehrfrauen und –männer ebenso selbstverständlich wie das jährliche Aufstellen der Weihnachtsbäume im Ort. Außerdem wird mit dieser Arbeit vielfach noch ein guter Zweck erreicht. Mit dem Erlös aus dem Glühweinverkauf beim Weihnachtsliedersingen werden beispielsweise häufig die örtlichen Kindergärten unterstützt. Dieses Mal ging der Erlös an die Schulbibliothek der Steinenberg-Schule.

Ein besonderer Dank von Stadt, Land und Wehr ging an Eric Jahn, Reiner Mann und Gerhard Bühler, die für ihren 40-jährigen aktiven Feuerwehrdienst geehrt wurden. Melanie Frech freute sich über die Ehrung für ihr 25-jähriges Jubiläum. Zudem wurden in diesem Jahr zahlreiche Beförderungen durchgeführt, unter anderen wurde Thorsten Frech zum Oberbrandmeister befördert sowie Wolfgang Gohl und Albrecht Bolch zum Hauptlöschmeister.



Kommandant Hans Eisele (2.v.r.) gratulierte Thorsten Frech (2.v.l.) zur Beförderung zum Oberbrandmeister. Weiter im Bild sind die Stellvertretenden Kommandanten Stefan Beuß (l.) und Detlef Wagner (m.) sowie der Leiter der Stuttgarter Feuerwehr Dr. Frank Knödler (r.).

Carsten Beuß
Schriftführer

 

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