Fahrzeuge der FF Hedelfingen

Hans Eisele 25 Jahre an der Spitze...

... der Hedelfinger Feuerwehr

HEDELFINGEN. Hans Eisele ist seit 25 Jahren Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Hedelfingen. Fast auf den Tag genau vor einem Vierteljahrhundert wählten ihn die Hedelfinger Floriansjünger an die Spitze ihrer Abteilung. Er kann damit auf die zweitlängste Amtszeit aller Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehrabteilungen in Stuttgart zurückblicken.


Das Jubiläum war Grund genug, um den passionierten Feuerwehrmann bei der Hauptversammlung der Wehr am vergangenen Freitag zu ehren. Eiseles Stellvertreter Detlef Wagner hielt in seiner Laudatio eine Rückschau auf zweieinhalb Jahrzehnte aktiven Dienst im Ehrenamt und überreichte ein Geschenk der Abteilung. Stehende Ovationen der Mitglieder zeugten von der Beliebtheit des erfahrenen Kommandanten. „Er ist eine ruhige und besonnene Führungskraft mit Weitblick“, so Wagner. „Seine Forderungen an Mannschaft, Verwaltung und Politik sind immer realistisch, nie überzogen.“ Besonders hervor hob er, dass „Hans Eisele die Führungsmannschaft der Abteilung selbständig arbeiten lässt, so dass auch jüngere Kräfte in verantwortliche Positionen hineinwachsen können. Er drängt sich nie in den Vordergrund.“ Das Ergebnis sei eine hervorragende Struktur und Aufgabenverteilung innerhalb der Wehr, die zur guten Schlagkraft maßgeblich beitrage. „Wir sind gut aufgestellt.“


Der Landesfeuerwehrverband und die Branddirektion dankten Eisele in Person des Amtsleiters Dr. Frank Knödler für hervorragende Leistungen im Feuerwehrdienst mit der Ehrenmedaille in Gold des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg.


Eisele begann seine Karriere Anfang der siebziger Jahre in der Jugendfeuerwehr, bevor er 1975 in die Einsatzabteilung wechselte. Dort machte er eine Blitzkarriere: Nach Ausbildungen zum Sprechfunker und Maschinisten absolvierte er 1979 bereits nach vier Jahren Dienst bei den Aktiven den Gruppenführerlehrgang und wurde 1980 zum Löschmeister befördert. Doch damit war sein Drang, sich einzubringen, noch lange nicht gestillt. 1982 bestand er den Zugführerlehrgang, 1984 wurde er als 2. Stellvertretender Kommandant erstmals ins Kommando der Wehr gewählt. Den vorläufigen Höhepunkt seiner Feuerwehrkarriere erreichte er 1992, als er am 13. März Karl-Heinz Pfeiffer als Kommandant nachfolgte.


In Eiseles Kommandantenzeit fallen viele wichtige Meilensteine und Entwicklungen der Hedelfinger Feuerwehr: Neben Großeinsätzen wie dem Waldheimbrand 1992, dem Mülldeponiebrand auf der „Einöde“ 2003 und diversen weiteren Großbränden stellte sich die Wehr in vielen Bereichen neu auf und erweiterte ihr Einsatzspektrum erheblich. Die Übernahme und Instandsetzung eines Löschgruppenfahrzeugs LF 16 von der Ausbildungsabteilung der Branddirektion und der damit verbundene Einstieg in die technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen und Umweltschäden sowie die Ausbildung zahlreicher Kameraden zu Feuerwehrsanitätern ab Mitte der neunziger Jahre sind nur einige Beispiele hierfür. Ebenfalls in den Neunzigern erhielt die Abteilung ein Messfahrzeug. Seitdem rücken die Hedelfinger jedes Jahr rund 25 bis 30 Mal zu Großschadenlagen ins gesamte Stadtgebiet aus, auch bei Einsätzen im Bereich des Chemie- und Strahlenschutzes. In der Folge übernahm die Wehr die Aufgaben des Strahlenspürtrupps der Stuttgarter Feuerwehr. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 standen die Hedelfinger, eingebunden in das nationale Sicherheitskonzept der Bundesregierung, am Stadion für Notfälle im Bereich der Personendekontamination bereit. Zahlreiche Schulungen und Lehrgänge waren für diese Weiterentwicklung notwendig.


Überhaupt ist das Thema Aus- und Fortbildung dem Kommandanten ein Herzensanliegen. Die Integration junger Menschen in die Freiwilligen Feuerwehren und das Thema Nachwuchswerbung sieht er als zentrale Herausforderung, um die Schlagkraft und den Schutz der Bevölkerung auch mittel- und langfristig sicherstellen zu können.


Auch im bürgerschaftlichen Bereich engagiert sich Eisele mit seiner Wehr. Seien es die Ausrichtung des Hedelfinger Herbstes mit Kirbefest, das soziale Engagement zugunsten von Kindergärten und Jugendeinrichtungen beim Weihnachtsliedersingen oder das Aufstellen der Weihnachtsbäume im Ort – überall ist die Wehr dabei. Interessenten finden Informationen und Ansprechpartner unter facebook.com/feuerwehr.hedelfingen und auf der Internetseite unter feuerwehr-hedelfingen.de.

 

Amtsleiter Dr. Frank Knödler (r.) gehörte zu den ersten Gratulanten und überreichte Hans Eisele (l.) die Ehrenmedaille in Gold des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg.

 

Carsten Beuß
Schriftführer

 

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