Die Aktive Abteilung 2013

Die Aktive Abteilung der Feuerwehr Hedelfingen 2013

Wir über uns!

Historie:

Am 3. August 1888 wurde die Feuerwehr Hedelfingen gegründet.

Um ein geordnetes und gezieltes Vorgehen im Brand- bzw. Ernstfall zu gewährleisten und die nötigen Gerätschaften mit Hilfeleistenden stets zur Hand zu haben, kam vom Königlichen Oberamt Cannstatt im Juli 1888 an den damaligen Ortsvorsteher Funk die Empfehlung, eine Feuerwehr zu erstellen.

Das bürgerliche Kollegium (heute vergleichbar mit dem Gemeinderat bzw. Bezirksbeirat) setzte sich daraufhin mehrmals zusammen und am 1. August 1888 fasste man in einer Sitzung den Beschluss, „... nachdem am Ort keine Freiwillige Feuerwehr zu Stande gebracht werden konnte...“ eine Pflichtfeuerwehr zu gründen.

Um die gestellten Aufgaben besser bewältigen zu können, wurde diese Pflichtfeuerwehr in mehrere Mannschaften und Züge aufgeteilt. Ihre Namensgebung wies auf  ihre Tätigkeitsbereiche hin. So gab es in Hedelfingen insgesamt sieben Züge.

In einer geheimen Abstimmung wurden die Zugführer der neuen Pflichtfeuerwehr für einen Zeitraum von fünf Jahren gewählt.

Die Feuerwehr wurde in vier Gruppen eingeteilt. Die Spritzenmannschaft mit 64 Mann unterstand Christian Bader, die Steigerabteilung mit 39 Mann führte Karl Bleher, der Zugführer Gottlieb Koch hatte die Wasserbeschaffungsmannschaft mit 30 Mann unter sich und die Ordnungs- und Beschaffungsmannschaft mit 28 Mann wurde von Karl Eisele geleitet.

 Aktive Wehr 

Erster Kommandant der Feuerwehr Hedelfingen wurde Adolf Barth, sein Stellvertreter Eduard Zimmermann. Sie bekamen für die ersten fünf Jahre das Vertrauen der Kameraden.

An Gerätschaften standen damals eine hölzerne, vierrädrige Druckspritze und eine Saugfeuerspritze mit einem Zylinderdurchmesser von 130 mm, Butten und Feuerpatschen zur Verfügung.

Das Alarmsystem funktionierte auf die Weise, dass die Meldung eines Brandes durch den Bürger, Nachtwächter usw. direkt an das Rathaus oder an die Ortspolizei zu ergehen hatte. Das Herbeirufen der Wehrmänner erfolgte dann durch die Hornisten oder durch Trommler. Die Kirchen- und Rathausdiener hatten unter anderem die Order, im Einsatzfall die Glocken zu läuten.

Mit der Gründung der Feuerwehr waren alle männlichen Einwohner zwischen 20 und 48 Jahren verpflichtet, Feuerwehrdienst zu leisten. Ausgenommen hiervon waren lediglich Kranke, Gebrechliche, der Arzt und die Apotheker sowie der Ortsgeistliche. Nur aus besonderen Gründen konnte man gegen eine Jahresabgabe von 4.-, 6.- oder 8.- Mark, allerdings nur widerruflich, davon entbunden werden.

Die politischen Ereignisse des zweiten Weltkrieges machten auch vor den Feuerwehrleuten keinen Halt. Der allgemeine Feuerwehrdienst wurde mehr und mehr militarisiert. Das Marschieren und das militärische Grüßen gehörte ebenso zum Dienst wie das Leitersteigen oder die Vornahme einer Schlauchleitung.

Die komplette Umstrukturierung erfolgte am 1. September 1939. Wer bis dahin noch nicht zum Militär eingezogen war, landete im allgemeinen beim SHD, dem Sicherheits- und Hilfsdienst.

Die Probleme, die sich der Feuerwehr nach dem Ende des 2. Weltkrieges stellten, schienen fast unüberwindlich. Die alliierten Kontrollmächte überwachten mit Argusaugen jedes Handeln in Organisationen. Die Mannschaftsstärke war reglementiert und auf zehn Mann festgelegt. Es ist verständlich, dass zu dieser Zeit nur wenige bereit waren, wieder in eine Uniform zu schlüpfen, um Dienst an der Allgemeinheit zu tun. Auch deshalb konnte die Mannschaft erst 1949 auf 15 Mann und 1953 auf 20 Mann aufgestockt werden. 

Aktive Wehr
Unter diesen widrigen Umständen machte sich nun Alfons Müller mit viel Idealismus und persönlichem Engagement an den Wiederaufbau der öffentlichen Feuerwehr.

Nach einem schwierigen Nachkriegsjahrzehnt kehrte wieder Ruhe in den Alltag der Wehr ein. Regelmäßiger Übungsbetrieb und zahlreiche kameradschaftliche Veranstaltungen kennzeichnen das  Bild dieser Zeit.

1971 wurde die Hedelfinger Wehr zur Zugwache ernannt. Dies hatte zur Folge, dass die Sollstärke von 30 auf 47 Mann erhöht wurde und ab jetzt  die Zuteilung von weiteren Fahrzeugen möglich war.

Der normale Übungsbetrieb wurde mit gezielten Schulungen für Zug- und Gruppenführer, Kraftfahrer und Atemschutzgeräteträger, teilweise in enger Zusammenarbeit mit den Kameraden der Berufsfeuerwehr, erweitert. Mit der Ausweitung des Übungsbetriebes wuchs natürlich auch der Wunsch nach einer eigenen Unterkunft, denn im Rathhaus herrschte schon seit langem eine geradezu drangvolle Enge. Nicht einmal eine Toilette war vorhanden, ganz zu schweigen von einem geeigneten Raum, in dem Unterricht abgehalten werden konnte.

Ein lang ersehnter Wunsch nahm im Jahre 1980 endlich konkrete Formen an. Nach langem Warten und stetigen zähen Bemühungen erhielt die Wehr die Nachricht, dass in absehbarer Zeit mit dem Neubau des Feuerwehrmagazins begonnen werde. 

Aktive Wehr

Sicherlich war die Schlüsselübergabe durch Oberbürgermeister Rommel und Vertreter der Branddirektion für Kommandant Klaus Dinkelmann – der sich überaus engagiert für das Projekt eingesetzt hatte – und die Kommandanten ein großer Tag. Alle Mühe und Ärgernisse während der Bauphase waren vergessen. Die Wehr hatte endlich ein Dach über dem Kopf und verfügte von nun an über genügend Platz, um einen geordneten Übungsbetrieb, Versammlungen und Kameradschaftsabende durchführen zu können.

Im Oktober 1985 war es dann mit der Männerwirtschaft bei der aktiven Wehr endgültig vorbei. Die erste junge Frau wurde aus der Jugendfeuerwehr übernommen. Seit dieser Zeit bis heute wurden weibliche Mitglieder selbstverständlich.

Aktuell:

Hatte man sich lange Zeit überwiegend mit feuerwehrspezifischen Dingen befasst – 25., 40., 50. und 75. Jubiläum einmal ausgenommen – so engagierte sich die Wehr mit den Jahren mehr und mehr auch im gesellschaftspolitischen Bereich von Hedelfingen. So beim traditionellen Hedelfinger Herbst in der Kelter, der bereits 1976 seine Wiedergeburt erlebte und heute längst zu einer festen Einrichtung im Veranstaltungskalender des Stadtbezirks geworden ist. Weiter sind Maimarkt, Stuttgarter Stadtlauf und das Weihnachtliedersingen gute Gelegenheiten, sich der Öffentlichkeit einmal in anderer Form zu präsentieren.

Die Feuerwehr wird momentan von Hans Eisele geleitet, seine Stellvertreter sind Detlef Wagner und Stefan Beuss. Die Jugendfeuerwehr untersteht Marcus Eisele, seine Stellvertreter sind Ralf Morgenstern und Ralf Glemser. Die Feuerwehr Hedelfingen hat momentan 60 aktive Mitglieder, davon drei Frauen. 

Die Jugendfeuerwehr besteht derzeit aus 15 Mitgliedern und hat 2008 ihr 40-jähriges Jubiläum gefeiert.

Durchschnittlich fahren wir 60-80 Einsätze pro Jahr. Dazu gehören Brände, Hilfeleistungen sowie Einsätze und Arbeitsdienste bei Sonderereignissen. 

Bei besonderen Einsätzen der vergangenen Jahre konnte die Freiwillige Feuerwehr Hedelfingen ihr Engagement und ihre Schlagkraft unter Beweis stellen, so u. a. beim Jahrhundertsturm "Lothar" am 26.12.1999, beim Großbrand auf der Mülldeponie Einöd am 23.05.2003 und bei Helferdiensten während der Fußball-WM 2006.

Momentan stehen folgende Fahrzeuge im Einsatzdienst: ein Löschgruppenfahrzeug ( LF 10/6 ), ein Tragkraftspritzenfahrzeug ( TSF-W ), ein Tanklöschfahrzeug ( TLF 8/18 ) und ein Gerätewagen Messtechnik (GW-Mess).

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